Proteasom: Tumormarker in einer marokkanischen Population
Hintergrund: Der regulierte Abbau intrazellulärer Proteine spielt eine wesentliche Rolle bei den meisten biologischen Prozessen, insbesondere bei der Steuerung der Zellproliferation und -differenzierung. Bei Eukaryoten wird die intrazelluläre Proteolyse größtenteils durch das Ubiquitin-Proteasom-System gewährleistet. Zahlreiche Funktionsstörungen dieses Abbaumechanismus wurden mit menschlichen Erkrankungen in Verbindung gebracht, insbesondere mit Blutneoplasien. Ziele: Das Ziel unserer Studie ist es, einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten bestimmter Blutkrebsarten und dem Alterungsprozess anhand der Entwicklung des Proteasoms nachzuweisen. Methodik: Die quantitative und funktionelle Analyse des Proteasoms wurde auf subzellulärer und serologischer Ebene im Rahmen eines physiologischen (Alterung) und eines pathologischen (maligne Hämopathie) Phänomens mittels Sandwich-ELISA-Technik sowie durch die Verfolgung der nach enzymatischer Verdauung von für die Chymotrypsin-ähnliche Aktivität spezifischen fluoreszierenden Peptiden emittierten Fluoreszenz durchgeführt. Mithilfe der CMF-Technik konnte der Prozess der transmembranären Migration der Prosom-Untereinheiten nachgewiesen werden.
Verlag Unser Wissen
978-620-9-84433-1

