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26.09.2025

Verrechnungssteuer & Stempelabgaben in der Praxis

Fallorientierte Antworten auf zentrale Fragestellungen in der Schweizer Steuerlandschaft

Wer in der Steuerpraxis mit Verrechnungssteuer und Stempelabgaben arbeitet, kennt die Herausforderungen nur zu gut: internationale Regulierung, Digitalisierung und steigende Compliance-Anforderungen machen Fachwerke unverzichtbar. Die Bücher «Impôt anticipé et droits de timbre» und «Remboursement de l'impôt anticipé» bieten klare, fallorientierte Lösungen für Beratung und Prüfungsvorbereitung. Im anschließenden Gespräch erklärt Co-Autor Stefan Oesterhelt, wie die Werke entstanden sind, welche Praxisfragen sie beleuchten und welchen Nutzen sie für Steuerberatungspersonen, Anwälte und Unternehmen bringen.

Inhaltsverzeichnis

 


Könnten Sie die beiden Bücher vorstellen, Herr Oesterhelt? 

Stefan Oesterhelt (SO): Die Bücher sollen Steuerberatungspersonen, Anwältinnen und Anwälte sowie Unternehmen einen verlässlichen Wegweiser für aktuelle Praxisfragen im Bereich der Verrechnungssteuer und Stempelabgaben bieten. Daneben eignen sie sich auch für die Vorbereitung der dipl. Steuerexpertenprüfung. Die Bücher sind klarerweise auf Praktikerinnen und Praktiker ausgerichtet. Theoretische Ausführungen wurden daher bewusst so knapp wie möglich gehalten. Sie eignen sich daher eher für die Leserschaft, welche bereits hinreichend Grundkenntnisse im Steuerrecht haben. 


Die beiden Bücher behandeln verwandte Themen. Inwiefern ergänzen oder bereichern sie sich gegenseitig? 

SO: Während das Buch «Impôt anticipé et droits de timbre» u.a. die Erhebung der Verrechnungssteuer behandelt, stellt das Buch «Remboursement de l'impôt anticipé» die Rückerstattung der Verrechnungssteuer und somit das Gegenstück zur Erhebung dar. Die beiden Bücher stellen somit beide Seiten der Verrechnungssteuer – Erhebung und Rückerstattung – dar und ergänzen sich somit perfekt. Auch bei der ESTV werden diese Fragestellungen durch unterschiedliche Abteilungen bearbeitet. 


Welche waren die wichtigsten Herausforderungen bei der Abfassung dieser Werke? 

SO:  Die Bücher basieren auf den während vielen Jahren von den Autoren gemeinsam gehaltenen Vorträgen am ILE (früher IFF) Seminar an der Universität St.Gallen. Sie sind daher mehrheitlich kasuistisch aufgebaut. Die grösste Herausforderung bestand darin, eine kohärente Gliederung zu finden und Redundanzen zu begrenzen, um eine klare und gut zugängliche Darstellung zu gewährleisten. 


Haben Sie bereits Rückmeldungen von Leserinnen und Leser zu diesen didaktischen Ansätzen erhalten?  

SO: Das Feedback, welches wir bisher von der Leserschaft (insbesondere Praktikerinnen und Praktiker) erhalten haben, ist ausgesprochen erfreulich. Beide Bücher werden regelmässig für die Beurteilung von steuerrechtlichen Sachverhalten sowie das Formulieren von Steuerrulings verwendet. Auch für die Vorbereitung auf die dipl. Steuerexpertenprüfung werden die Bücher sehr rege benutzt. Teilweise wurde angeregt, die theoretischen Ausführungen noch etwas zu erweitern, damit die Bücher auch weniger erfahreneren Lesern einen Zugang zu Verrechnungssteuer und Stempelabgaben bieten. Das werden wir bei den Neuauflagen natürlich berücksichtigen. 


Wie Sie sagten, basiert der Inhalt der Bücher unter anderem auf jährlichen Vorträgen im Rahmen von Weiterbildungsseminaren. Welche Fragen der Teilnehmenden schätzen Sie besonders, und gibt es solche, die Sie überraschen oder herausfordern? 

SO: Wir schätzen sämtliche kritischen fachlichen Fragen, welche Anlass zu einer spannenden Diskussion/Auseinandersetzung geben; nur so können wir uns selber weiterentwickeln und zum Teil auch die Praxisentwicklung positiv beeinflussen. Manche Fragen überraschen uns allerdings, wie zum Beispiel eine Anfrage zur Qualifikation als Effektenhändler. Dies erschien uns im Rahmen des Seminars zunächst überflüssig, doch das Bundesverwaltungsgericht hat ihr Relevanz später mit einem entsprechenden Entscheid bestätigt.  


Gibt es einen bestimmten Aspekt dieser Werke, auf den Sie besonders stolz sind? 

SO: Aufgrund der unterschiedlichen Interessenlage haben Beratung und ESTV mitunter eine unterschiedliche Sichtweise. Ziel der Bücher war es in erster Linie, die Praxis der ESTV darzustellen. Dort wo die Meinungsverschiedenheiten unüberbrückbar waren, haben wir einen guten Weg gefunden, dies darzustellen. Und last but not least sind wir stolz darauf, dass wir so bald nach dem Erscheinen der deutschen Bücher eine französische Fassung präsentieren können. Diese ist eine grosse Hilfe für die tägliche Arbeit der Steuerberaterinnen und Steuerberater in der Westschweiz. Die Übersetzung soll diesbezüglich auch die Chancengleichheit der Romands bei der dipl. Steuerexpertenprüfung fördern. 

 

Gibt es noch einen letzten Punkt, den Sie hervorheben möchten? 
SO: Ja, bei beiden Büchern haben verschiedene Mitarbeitende der ESTV im Hintergrund unterstützend mitgewirkt; ihnen gebührt ein grosser Dank! 

 

Besten Dank für das Gespräch.


Co-Autor

Stefan Oesterhelt ist Partner bei der Anwaltskanzlei Homburger AG in Zürich. Er ist Lehrbeauftragter für Steuerrecht an der Universität St. Gallen und Mitglied der Prüfungskommission für die höhere Fachprüfung für Steuerexperten (Leiter schriftliche Prüfung).


Die Fragen stellte Laura Aubry, Projektverantwortliche Juristische Medien Romandie beim Stämpfli Verlag.

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