Dieses Buch befasst sich mit einem drängenden Problem, das auch in Deutschland virulent ist: der Wiederkehr populistischer Nationalismen und migrationsfeindlicher Einstellungen. Der Band untersucht, wie sich Vorstellungen kollektiver Identität in der deutschen Gesellschaft in Zeiten von Migration und Pluralisierung gestalten – besonders angesichts der wachsenden Ablehnung, die sich im Zusammenhang mit rechtspopulistischen Wahlerfolgen in Deutschland und darüber hinaus zeigt. Zum einen fasst der Band Forschungsergebnisse aus Gruppendiskussionen und ethnografischen Studien in Berlin, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen zusammen, die die Funktionen nationaler Narrative in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche beleuchten. Zum anderen geht es um die Herausforderungen für die Politische Bildung und um Modellprojekte, die gesellschaftliche Spannungen auf lokaler Ebene adressieren.
Die Herausgeberin
Dr. Julia Leser ist Politikwissenschaftlerin und Fellow am Sonderforschungsbereich 138 “Dynamiken der Sicherheit” an der Philipps-Universität Marburg.