Mutig erinnern

Angehörige von NS-Opfern erinnern seit wenigen Jahren

Das Erinnern und Aufarbeiten von NS-Verbrechen mit Unterstützung von Zeitzeugen, Nachfahren und Oral History ist ein fester Bestandteil deutscher Erinnerungskultur, meint man. Im Zusammenhang mit den Krankenmorden, die zwischen 1941 und 1945 stattfanden, befindet sich die Aufklärung von Schicksalen unter Einbeziehung der Angehörigen oft noch ganz am Anfang. Erst seit wenigen Jahren erfahren sie von deren gewaltsamem Tod bzw. fließen persönliche Erinnerungen in die wissenschaftliche Dokumentation der Verbrechen ein. MUTIG ERINNERN rückt diese familiengeschichtlichen Zugänge am Beispiel von 17 Angehörigen von Tätern und Opfern der NS-Zwangssterilisation und NS-'Euthanasie' in den Vordergrund und stellt ihre berührenden und anregenden Auseinandersetzungen erstmals einer breiten Öffentlichkeit als crossmediales Angebot zur gleichnamigen Sonderausstellung vor.

April 2026, 223 Seiten, Deutsch
Metropol Verlag
978-3-86331-845-1

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