Mischfronten

Aktuelle Konfigurationen der Entwicklung nach rechts

Die Autoren sehen Mischfronten unter zwei Aspekte und thematisieren einerseits Übergänge von der CDU/CSU, FDP und BSW zur AfD. Andererseits gehen sie den seit der Covid-Pandemie entstandenen Mischfronten in kulturellen und sozialen Zusammenhängen nach. Zum einen sind beide Aspekte bedeutsam für die aktuellen Konfigurationen der Entwicklung nach rechts, als unterschiedliche 'Treiber' derselben. Zum anderen sind die Narrative (Vorstellung von 'Normalität', Ausgrenzung von Minderheiten, kulturelle Attacken, Umgang mit der menschlichen Arbeitskraft, Deutschland zuerst etc.) wichtig, die in beiden Aspekten zum Tragen kommen und teilweise übereinstimmen. Untersucht wird auch die Frage, wo der Kern rechter Hegemoniefähigkeit im Faschisierungsprozess liegt und ob ein bürgerlich-nationalistisch-wirtschaftsliberaler Block die gesellschaftliche Führung und die staatliche Herrschaft übernehmen kann. Aus dem Inhalt: Klaus Weber/Wolfgang Veiglhuber: Einführung Klaus Weber: Opferschmerz und Hörigkeit. Martin Sellner als Nachläufer Martin Heideggers Volkmar Wölk: Mischmilieus als Beschleuniger der Faschisierung Michael Wendl: Die Rückkehr des Marktfundamentalismus. Kapitalismus pur als wirtschaftspolitische Vision Stefan Dietl: Gemeinsam für den Standort Deutschland - Grundlagen und Widersprüche einer neuen Klassenpolitik von oben Ernst Wolowicz: Wenn die alte Ordnung nicht mehr trägt. Die Krise des deutschen Wirtschaftsmodells und der Aufstieg der AfD Wolfgang Veiglhuber: Die Normalität als Sehnsuchtsort der Entwicklung nach rechts. Von Übergängen, Diskursverstärkern und AfD-Türöffnern Peter Bierl: Wenn Fledermäuse explodieren. Die Umweltkatastrophe als Treiber der Faschisierung und die Kollaboration von extremen Rechten, Konservativen und Christdemokraten Manuel Rühle/Wolfgang Veiglhuber: Fortschreitender Wahn. Herausforderungen und Ansatzmöglichkeiten gewerkschaftlicher Bildungsarbeit Klaus Weber: Faschisierung und Faschismus in aktuellen Debatten

Dezember 2026, ca. 160 Seiten, Deutsch
Vsa Verlag
978-3-96488-288-2

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