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Michael Tank

Fotografien 1972 bis 1991

Michael Tank hat sich an der DDR gerieben, Missstände prangerte er beharrlich an. Gleichzeitig ist in seinen Fotografien eine gewisse Sehnsucht nach einem Aufbruch spürbar, Hoffnung auf Veränderung, später dann zunehmend Resignation. Wie und unter welchen Umständen Tank das Leben in der DDR bis zu seiner Flucht fotografisch ins Bild gesetzt hat, ist bemerkenswert, auch weil er von Rostock aus weit abseits der Ostberliner Bohème agierte, von der die kritische ostdeutsche Fotografie der 1980er-Jahre maßgeblich geprägt worden ist. Seine Motive fand Tank im privaten und betrieblichen Umfeld, mitten im Alltag, aber auch an den Rändern der Gesellschaft. Die erste umfangreiche Auswahl aus dem Werk von Michael Tank lädt ein zur Wiederentdeckung eines Fotografen, dessen Bilder durch einen authentischen, immer empathischen und vor allem fordernden Blick geprägt sind. Michael Tank wollte zeigen, was ist, mit dem Anspruch, dass es nicht so bleibt.

Februar 2026, 136 Seiten, Deutsch
Sandstein Kultur
978-3-95498-910-2

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