Leib, Technologie und Prognose

Spannungsfelder leiblichen Spürens im Kontext sorgetragender KI-Medizintechnologie

Unser Alltag ist von Technologien mit prognosefähigen KI-Optionen durchdrungen und ein neues leibliches Spüren bündelt dieses kommunikativ-soziale Geschehen. Auf Basis dieser Annahme liefert die qualitative Studie eine Heuristik zwischen Soziologie und Neuer Phänomenologie und entwickelt dazu neben methodologischen Prämissen die Erhebungsmethode Leib-Mapping. So wird es möglich, die Qualitäten des neuen leiblichen Spürens am Fallbeispiel von Diabetikerinnen und Diabetikern und deren Systemen zur automatisierten Insulinabgabe aufzuzeigen: Wenn neue Zeitverhältnisse auf einen körperlichen Leib treffen, führt dies nicht nur zu einer gewünschten Sorgeentlastung, sondern auch zu permanentem Identitätsstress. Wir leben in einer alltäglichen Aushandlung einer neuen Ambivalenz.

Juni 2026, 425 Seiten, Dimensionen der Sorge, Bd. 12, Deutsch
Nomos Verlags GmbH
978-3-7560-2404-9

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