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Wie ich ermordet wurde – Verraten vom System, verteidigt in Straßburg

Im Jahr 2007 wurde Nicole Dill von ihrem damaligen Partner entführt, vergewaltigt, stundenlang gefoltert und schließlich niedergeschossen. Der Unglücksnacht gingen Zwischenfälle voraus, die sie dazu veranlassten, eine Trennung einzuleiten. Sie informierte den Arzt ihres Partners über ihr Vorhaben. Dieser schaltete die Polizei ein, die Nicole Dill aber aus datenschutzrechtlichen Gründen im Ungewissen ließ. Erst als sie das Krankenhaus schwer traumatisiert verließ, erfuhr sie, dass ihr damaliger Partner ein verurteilter Mörder und Vergewaltiger war, der vorzeitig aus der Haft entlassen und danach mehrfach auffällig geworden war. Zudem hatte er wiederholt gegen seine Entlassungsauflagen verstoßen. Nicole Dill wurde klar, dass der Täterschutz einmal mehr vor den Opferschutz gestellt worden war. Eine Tatsache, die sie nicht akzeptieren wollte. Unterstützt von ihrem Anwalt Atilay Ileri, ging sie den langen Weg nach Straßburg, wo sie achtzehn Jahre nach der Tat endlich juristische Gerechtigkeit erfuhr. Als Ergänzung zu bestehenden Opferberatungsstellen gründete sie für Gewaltopfer die Anlaufstelle 'Sprungtuch'.

Juni 2026, ca. 208 Seiten, Deutsch
Wörterseh
978-3-03763-170-6

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