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Land und Freiheit

Kollektive Autonomie gegen den Wahn der Erlösung

Die westliche Moderne definiert sich über den Anspruch, allen Menschen die Freiheit zu bringen - im Gegensatz zu Gesellschaften, welche in der Freiheit das Privileg einer Minderheit sahen. Dieses moderne Projekt ist gescheitert. Zu einem Zeitpunkt, wo soziale Ungleichheit explodiert und Freiheitsbeschränkungen um sich greifen, hinterfragt Aurélien Berlan die zugrunde liegende Idee der Freiheit radikal. Hinter dem Ideal der Emanzipation durch Beherrschung der Natur erkennt er das aristokratische Streben nach einer 'leichten Existenz': den Wunsch, von den beschwerlichen Aufgaben des Alltags erlöst zu sein. Soziale Ungleichheit und ökologische Katastrophe sind untrennbar miteinander verbunden, da die Befreiung von den Notwendigkeiten des Alltags - als 'imperiale Lebensweise' - die Ausbeutung von Natur und Mensch voraussetzt. Das anzustrebende Ziel kann nicht eine Existenz 'ohne Mühe' sein, sondern materielle und politische Autonomie. Es geht darum, unsere Subsistenz kollektiv in die Hand zu nehmen, denn nur so sind Freiheit und Gleichheit in Einklang zu bringen.

März 2026, ca. 304 Seiten, kritik & utopie, Deutsch
mandelbaum verlag
978-3-99136-521-1

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