Körperidealen trotzen

Inszenierung unkonventioneller Weiblichkeit in Kunst und Literatur (1400-1800)

Über Epochen hinweg wird das Talent intellektuell tätiger Frauen mit einem vermeintlich unattraktiven Äußeren verknüpft. Der Band untersucht erstmals dieses wirkmächtige Narrativ anhand literarischer und künstlerischer Frauenporträts der Frühen Neuzeit - etwa der Dichterin Laura Battiferri, der Philosophin Marie de Gournay und der Malerin Rosalba Carriera - und stellt heraus, wie eng intellektuelle Legitimität mit Vorstellungen weiblicher Physis verflochten war. Zugleich wird aufgezeigt, dass ein den Schönheitsnormen "trotzendes" Erscheinungsbild nicht nur als Defizit, sondern als bewusst eingesetztes emanzipatorisches Mittel inszeniert wurde. Der Band lädt ein, vertraute Deutungsmuster zu überdenken und die Geschichte weiblicher Autorität als Geschichte strategischer Selbstinszenierung sowie intellektueller Selbstbehauptung neu zu lesen.

  • Neueste Forschungserkenntnisse zur weiblichen Handlungsmacht/agency
  • Ein neuer Blick auf die Gattung des Porträts
  • Aktuelle Untersuchungen zumTopos der "unschönen" Intellektuellen
Juli 2026, 320 Seiten, Oyster, Bd. 10, Französisch/Deutsch
De Gruyter
978-3-11-078689-7

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