Klimaschutzbezogene Verkehrspflichten

Verkehrspflichten als konstitutives Element zivilrechtlicher Klimahaftung im Lichte des Art. 20a GG

Klimaklagen konfrontieren das liberale Sozialmodell des BGB mit einer Systemfrage: Lässt sich die auf Ausgleich individueller Interessen ausgerichtete Privatrechtsordnung für kollektive Schutzanliegen instrumentalisieren? Die Untersuchung lotet aus, ob Verkehrspflichten nach §§ 823, 1004 BGB als Steuerungsinstrument für die Emissionstätigkeit großer Unternehmen zu dienen vermögen. Zu diesem Zweck wird untersucht, wann Emittenten durch ihre Emissionstätigkeit Klimarisiken derart in die Rechtssphäre Dritter verlagern, dass sich Einstellungs-, Reduktions- oder Warnhinweispflichten begründen ließen. Daran anknüpfend widmet sich die Arbeit der Frage, ob Art. 20a GG die Herausbildung klimaschutzbezogener Verkehrspflichten zu begründen vermag.

Juli 2026, ca. 449 Seiten, Schriften zum Umweltenergierecht, Bd. 52, Deutsch
Nomos Verlags GmbH
978-3-7560-3933-3

Weitere Titel der Reihe: Schriften zum Umweltenergierecht

Alle anzeigen

Weitere Titel zum Thema