Ich bin doch noch nicht fertig
Mehr leisten, besser aussehen, gelassener reagieren und dabei bitte ausgesprochen glücklich wirken? Noch ein bisschen geduldiger und pflegeleichter sein. Frauen sollen sich schließlich permanent verbessern - selbst dann, wenn sie längst erschöpft davon sind.
Und irgendwann schleicht sich zwischen Optimierungswahn, gesellschaftlichen Erwartungen und dem eigenen Spiegelbild eine sehr viel größere Frage ein: "War's das jetzt?"
Katharina Raue hat mit Mitte vierzig eine überraschend befreiende Antwort gefunden: "Nein. Ich bin doch noch nicht fertig."
Entlang der drei großen K's - Kind, Karriere und Körper - erzählt sie persönlich, klug und herrlich selbstironisch von allem, woran sich Frauen abarbeiten. Was, wenn das mit dem Kind anders kommt als gedacht? Darf beruflicher Ehrgeiz einfach Spaß machen? Wie lebt man mit einem Körper, der zunehmend eigene Entscheidungen trifft? Und warum sollen Frauen ausgerechnet dann leiser, unsichtbarer und anspruchsloser werden, wenn sie endlich wissen, wer sie sind?
Katharina Raue schreibt über das metaphorische und reale Kind, Leistung und Selbstoptimierung, weibliche Körper, Perimenopause, Freundschaften, Lebensentscheidungen und die wunderbare Gelassenheit, die entsteht, wenn man sich nicht mehr für alles rechtfertigt.
Das hier ist kein Selbsthilfebuch. Helfen können sich Frauen schon selbst. Es ist ein Selbstverortungsbuch für alle, die mitten im Leben stehen - und manchmal ein kleines Stück daneben. Ehrlich, scharf beobachtet und sehr lustig zeigt Katharina Raue: Das Leben wird nicht kleiner, nur weil man älter wird. Vielleicht wird es sogar endlich groß genug für die Person, die man längst ist. Nicht angepasst. Nicht unsichtbar. Nicht fertig. Sondern mittendrin.
Gräfe und Unzer
978-3-7589-0964-1

