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Gauleiter Uiberreither

Gauleiter Uiberreither

Zwei Leben. Gesucht als Kriegsverbrecher – Gelebt in Deutschland

Inhalt

Für die einen war er tot, für die anderen nach Südamerika entkommen - mithilfe der Amerikaner im Tausch für die Forschungen seines Schwiegervaters Alfred Wegener zu Grönland. In Wirklichkeit gelang Sigfried Uiberreither 1947 die Flucht aus amerikanischer Haft im Lager Dachau, noch ehe er von Tito für seine Verbrechen in der Steiermark und im slowenischen Raum vor ein Kriegsgericht gestellt worden wäre. Er fand Unterschlupf bei einem Fabriksbesitzer in Sindelfingen, der ihn aus "christlicher Nächstenliebe" aufnahm, wie er zuvor einer jüdischen Familie Quartier gegeben hatte. Mit einer neuen Identität gelang es ihm und seiner Familie, die er aus Österreich zu sich holte, knapp 40 Jahre lang in Sindelfingen unerkannt zu leben und den Betrieb seines Quartiergebers zu einem erfolgreichen Unternehmen aufzubauen. Wie konnte der Mann, der an Hitlers Tafel saß, dessen Frau die Tochter Alfred Wegeners und dessen Schwager Heinrich Harrer war, der in Nürnberg als Zeuge der Verteidigung für Göring, Seyß-Inquart und Schirach fungierte und in britischer und amerikanischer Haft war, gänzlich von der Bildfläche verschwinden? Wer waren seine Helfer im Hintergrund? Das Buch zeichnet die beiden Leben Sigfried Uiberreithers nach: das erste als Gauleiter und Herr über die Steiermark, das südliche Burgenland und die eroberten slowenischen Gebiete im Licht der Öffentlichkeit als Paladin Hitlers und das zweite als "Friedrich Schönharting" - unerkannt bis zu seinem Tod 1984 in Sindelfingen.

Bibliografische Angaben

März 2025, ca. 512 Seiten, Deutsch
Leykam
978-3-7011-0586-1

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