Sozialistische Transnationalisierung

Literarische Verflechtungen im europäischen 'Ostblock'

Seit der Zeit der Moderne und der Avantgarde war der Sozialismus die größte und zugleich die letzte gemeinsame Erfahrung Mittel- und Osteuropas. Aus geo- und kulturpolitischer Sicht kann dieses Gebiet - mit all seinen Ambivalenzen, Pathologien, Widersprüchen, positiven und negativen Faktoren - als ein transnationaler Kommunikationsraum betrachtet werden. Pawe¿ Zajas verfolgt in Sozialistische Transnationalisierung einen literatursoziologischen Ansatz und widmet sich vorrangig offiziellen literarischen Beziehungen und Verflechtungen im sozialistischen Literaturbetrieb, welche sich über nationalstaatliche Grenzen hinweg aufspannten. Somit wird der Kalte Krieg paradoxerweise als eine Zeit präsentiert, die nicht nur in Westeuropa, sondern auch östlich der Elbe von einem beispiellosen Wachstum und einer engen Zusammenarbeit verlegerischer, literarischer und kulturpolitischer Institutionen geprägt war.

février 2025, 368 pages, Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts, Bd. 44, Allemand
Harrassowitz Verlag
978-3-447-12365-5

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