Riecht nach Zensur

Wie ein Witz mein Leben veränderte

Eine vermeintlich harmlose Zeichnung löst einen Skandal aus: ein intimer Beziehungswitz, entstanden während des Corona-Lockdowns für ein Istanbuler Satiremagazin. Keine politische Karikatur, sondern ein derber Scherz. Doch die türkische Justiz erklärt den Cartoon zur Gefahr für die öffentliche Moral. Auf Grundlage von Paragraf 226 des türkischen Strafgesetzbuchs wird die Karikaturistin Zehra Ömerölu wegen "Obszönität" angeklagt. Für einen Witz drohen ihr bis zu drei Jahre Haft. Es folgen Jahre voller Unsicherheit, Schikanen und existenzieller Angst. Mit bitterem Humor erzählt Zehra Ömerölu von einem Justizapparat, der Verfahren verschleppt und Kunstschaffende durch endlose Gutachten, Anhörungen und psychischen Druck zermürbt. Diese autobiografische Graphic Novel zeigt das Paradox der Zensur: Der Versuch eines autoritären Regimes, eine Künstlerin zum Schweigen zu bringen, macht ihren Fall weltweit bekannt - und zu einem Symbol für den Kampf um Meinungs- und Kunstfreiheit.

octobre 2026, 160 pages, Allemand
CORRECTIV Recherchen
978-3-948013-41-7

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