Pluralismus, Emanzipation, Freiheit

Wilhelm Traugott Krug (1770-1842) als Denker der Moderne

Wilhelm Traugott Krug (1770-1842) zählte zu den einflussreichsten Gelehrten seiner Epoche, ist heute jedoch kaum präsent. Mit über 200 Veröffentlichungen zu philosophischen, theologischen und politischen Fragen prägte er die intellektuellen Debatten um 1800 nachhaltig. Nach Studienjahren in Wittenberg lehrte er dort zunächst selbst, übernahm später als Nachfolger Immanuel Kants eine Professur in Königsberg und wechselte 1809 an die Universität Leipzig. Krug verband philosophische Reflexion mit praktischer Reformorientierung. Seine Schriften und sein öffentliches Wirken stehen für zentrale Anliegen des deutschen Vormärz, darunter die Durchsetzung rechtsstaatlicher Prinzipien, individuelle Freiheitsrechte, die Rechte religiöser Minderheiten und die Gleichstellung der Geschlechter. Der vorliegende Sammelband erschließt zum ersten Mal das Denken von Krug aus interdisziplinärer Perspektive. Damit wird nicht nur eine Lücke in der Forschung geschlossen, sondern auch an einen heute nahezu in Vergessenheit geratenen, zu seiner Zeit populären Denker und Politiker erinnert.

juin 2026, 224 pages, Junges Forum LEUCOREA, Bd. 7, Allemand
Mitteldeutscher Verlag
978-3-68948-135-3

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