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Die verborgene Form

Rhythmus in römischer Prosa nach der Theorie von Cicero, Aristoteles und Aristoxenos

Anders als gemeinhin angenommen, kann der klassische römische Prosarhythmus nicht nur als Silbenmuster von Klauseln, sondern als einheitliches Maß und aus abgemessenen Teilstücken gebildete Form der Prosa weitgehend rekonstruiert werden. Den Grund dafür legt Oda von Alvensleben mit einer detaillierten Deutung der Elementa rhythmica des Aristoxenos. Diese Deutung ist in wesentlichen Punkten neu und betrifft sowohl den Prosarhythmus als auch die quantitierende Metrik. Darauf folgt eine umfassende Interpretation der Prosarhythmus-Theorie des Aristoteles. Auf der Grundlage dieser Rhythmus-Konzeption, die mit den Testimonien des Aristeides Quintilianus, des Demetrios und des Dionysios von Halikarnass nicht kompatibel ist, wird Ciceros Prosarhythmus-Theorie konkret erklärt, systematisch dargestellt und anhand von Textbeispielen aus drei Jahrhunderten veranschaulicht. Gegen Quintilians ganz andere Auffassung von 'Prosarhythmus' wird sie schließlich deutlich abgegrenzt. So ergibt sich eine neue Bewertung der antiken Zeugnisse, insbesondere derjenigen Ciceros, und die Möglichkeit, subtil wirksame rhythmische Strukturen zu entdecken, die die Worte römischer Autoren ausdrucksvoll und in gewisser Weise für uns hörbar machen.

octobre 2025, 423 pages, Palingenesia, Bd. Band 144, Allemand
Steiner Franz Verlag
978-3-515-14017-1

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