Die Tronie in der Druckgrafik

Funktionen, Rezeptionen und Vermarktung vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Rebecca Welkens untersucht das Motiv der Tronie als eigenständige Darstellungsform des menschlichen Gesichts und analysiert ihre Funktionen, Rezeptionen und Verwertungsstrategien vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, erstmals unter dem Aspekt ihrer Medialität. Losgelöst von den traditionellen Kunstgattungen fungieren grafische Tronies als ein vielseitiges Instrument für die Darstellung künstlerischer Fähigkeiten (Stil, Motivik, Technik) sowie für die (Selbst-)Repräsentation. In der Arbeit werden Werke der Gebrüder Doetecum, Rembrandts, Jan Lievens' und ihren Nachfolger:innen erstmalig ins Verhältnis gesetzt, wodurch gezeigt werden kann, wie die Tronie zum festen Bestandteil der frühen Kunstmärkte wurde und welchen Bedeutungswandel das Motiv selbst durchlief.

avril 2026, 375 pages, Studien zur Kunst, Bd. Band 056, Allemand
Böhlau-Verlag GmbH
978-3-412-53477-6

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