Der Pinselstrich

Eine phänomenologische Studie im Schnittfeld von Gesichts- und Tastsinn

Die vorliegende Studie widmet sich einer phänomenologischen Untersuchung des Pinselstrichs in der Kunst unter dem Aspekt des Verhältnisses von Gesichts- und Tastsinn. Während sich die bisherige Literatur zu diesem Thema zumeist auf den Gesichtssinn konzentrierte, hebt die vorliegende Arbeit auch die Funktion des Tastsinns in der visuellen Kunst hervor. Auf der Grundlage der philosophischen Analyse der Bedeutung des Tastsinns im Kontext der Leiblichkeit liegt der Schwerpunkt in der künstlerischen Analyse der Entwicklung des Pinselstrichs in der westlichen Malerei, in der chinesischen Kalligrafie und in der chinesischen Malerei. Das Wesen der Malerei besteht darin, dass sich die visuelle Form körperhaft durch leibliche Aktion manifestiert. Die malende Hand öffnet auf der Bildfläche eine ästhetische Welt, die damit auch als eine Ausdehnung unseres Leibes betrachtet werden kann. Durch die Affinität mit der Berührung bekundet der Pinselstrich die leibliche Bedeutung der visuellen Kunst.

septembre 2026, 320 pages, libri nigri, Bd. 90, Allemand
Bautz, Traugott
978-3-68911-056-7

Autres titres de la collection: libri nigri

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