AUS DEM LEBEN EINES GLEICHGÜLTIGEN

In einer Universitätsstadt der DDR, vor dem Hintergrund einer sich langsam, aber unaufhaltsam verändernden Welt, verflechten sich instabile Beziehungen, ambivalente Freundschaften und Liebschaften, die sich mit derselben Geschwindigkeit entzünden, wie sie wieder vergehen. Wohnheimzimmer, Bibliotheken, Hörsäle und nächtliche Kneipen werden zu Übergangsräumen, in denen sich private Erfahrungen fortwährend mit den politischen und gesellschaftlichen Spannungen der Zeit vermischen. Während Ideologien brüchig werden und die Geschichte sich auf eine irreversible Transformation zubewegt, verdichten sich zwischenmenschliche Beziehungen zu einem Gemisch aus Ironie, Zynismus und plötzlichen emotionalen Ausbrüchen. Der Alltag wird so zum Schauplatz einer allgegenwärtigen Desillusionierung, in der keine Zugehörigkeit Bestand hat und jede Gewissheit vorläufig erscheint. Zwischen akademischen Gesprächen, Existenziellem wie Liebe und Tod sowie Momenten unerwarteter Klarheit entsteht das fragmentarische Porträt einer Epoche im Übergang und eines menschlichen Mikrokosmos, durchzogen von Begehren, Widersprüchen und Verlusten am Rand einer unumkehrbaren historischen Umwälzung.

octobre 2026, 126 pages, Universum, Allemand
Europa Edizioni srl
979-12-5703-422-1

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