Diese bittere Erde (ist womöglich nicht, was sie scheint)

Wie lassen sich Versklavung und ihr Nachleben erzählen? Welche Rolle spielen darin Schwarze Frauen, von deren Schicksal lange fast ausschließlich Aufzeichnungen von Sklavenhändlern und Plantagenbesitzern, Gerichtsnotizen, Gutachten und Akten zeugten? Diese Fragen beschäftigen die Literaturwissenschaftlerin Saidiya Hartman seit ihren bahnbrechenden Studien über den Terror der Sklaverei und seine Bedeutung für den Selbstentwurf der USA. Ausgehend von historischen Details überschreiten die hier versammelten Essays die Grenze zwischen Geschichte und Imagination. Sie erzählen, was nicht erzählt werden kann, und verleihen dem Innenleben Schwarzer Menschen im 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert eine verblüffende Intimität. Diese Texte aus den Jahren 2008 bis 2020 - darunter die einflussreichen Aufsätze 'Venus in zwei Akten' und 'Der Bauch der Welt' - sind beeindruckende Dokumente eines unablässigen Nachdenkens: über die Möglichkeiten und Grenzen historiografischer Methoden, über Archiv, Theorie und Politik und über das literarische Schreiben.

April 2027, ca. 128 Seiten, MSB Paperback, Deutsch
Matthes + Seitz
978-3-7518-4564-9

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