Die Versehrten springen nicht vom Zehner

Erzählungen

'Nie an die bedeutenden Orte des eigenen Lebens zurückkehren! Nichts wiedergewinnen wollen! Die Bilder von damals sind wahrer als die Wirklichkeit von heute.' Diesem Credo zum Trotz macht sich Jochen Schimmang einmal fast auf den Weg nach Bochum - und dann doch lieber ans Erzählen. Ob er den erstaunlichen Ehrgeiz nachzeichnet, mit dem sein Vater eine Karriere in den Höhen der öffentlichen Finanzverwaltung betrieb, ob er sich an einen Sommernachmittag 1955 im Freibad zwischen Kriegsversehrten erinnert oder an seine Streifzüge durch die Sehnsuchtslandschaft Ruhrgebiet in den 1970er Jahren; ob er in einer Hommage an seinen Schriftstellerkollegen Jürgen Becker feststellen muss, dass die Nachkriegszeit niemals aufhört, oder einem Badegast bei der Heimkehr in die See folgt: Seine Erzählungen zeigen einen wachen Beobachter und großen literarischen Chronisten. 'Jochen Schimmang ist ein existenzieller Autor. Er hat eine Literatur geschaffen, die ihre jeweilige Zeit, ihren jeweiligen Ort transzendiert.' Sieglinde Geisel, Laudatio zum Italo-Svevo-Preis 2021

September 2026, 208 Seiten, Deutsch
Edition Nautilus
978-3-96054-504-0

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