Die undulierende Linie der Schönheit

Mit der Schlangenlinie - einem exotischen Import - verbindet sich die Vorstellung von natürlichen und organischen Gartenformen sowie einer Baukunst, die konstruktive, ästhetische und funktionelle Anforderungen gleichermaßen in harmonischer Ausgewogenheit erfüllt. Berühmt wird die Form in der Kunst- und Architekturtheorie als die "Schönheitslinie", oder die "undulierende Linie der Schönheit". Nach wechselhaften Entwicklungen macht die Schlangenlinie an der Wende vom Neunzehnten zum Zwanzigsten Jahrhundert eine weitere, veritable Karriere. Heute gehören Schlangen- und Wellenlinien zum gängigen Formenrepertoire unserer Architektur. Rainer Graefe erzählt in seinem vergnüglichen Spaziergang durch die Geschichte, wie Prozesse der Baukunst keineswegs immer geradlinig verlaufen, sondern häufig auf verschlungenen Wegen, manchmal auch im Zickzack und gelegentlich in Schlangenlinien.

Februar 2026, 136 Seiten, Deutsch
Geymüller
978-3-943164-89-3

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