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Die rechtliche Stellung der Kirche und der Kampf des Kommunismus gegen die Religion in der U.S.S.R. 1917-1928

Eine theologische Abschlussarbeit aus Riga von 1929
Herausgegeben von:
Fahl, Dieter|Fahl, Sabine

Der polyglotte Eberhard Michelsson beendete 1929 sein Studium an der Universität Riga mit der frühesten wissenschaftlichen Untersuchung zur sowjetischen Religionspolitik und ihren Folgen. Akribisch recherchierte er dafür in Literatur sowie Presse und führte Interviews - beispielsweise mit dem späteren Hieromärtyrer, dem orthodoxen Erzbischof Joann von Riga. Während die Arbeiten von Michelssons Kommilitonen im Krieg und in der Sowjetrepublik Lettland vernichtet wurden, überdauerte sein Typoskript im Schreibtisch des Potsdamer Pfarrers Gottfried Kunzendorf. Die gerettete Quelle ist hier ediert, mit heute nötigen Kommentaren sowie annotierten Registern der Personen und Institutionen versehen. Die Biographie des Autors zeigt seine Erfahrung mit Diktaturen - in Lettland mit dem Roten Terror, in Deutschland mit dem Nationalsozialismus, dem er anfangs verfiel und der ihn in Schuld und Zusammenbruch trieb. Nach dem Krieg bekannte sich Michelsson offen zur christlich-jüdischen Zusammenarbeit.

Dezember 2024, 540 Seiten, Eastern Church Identities, Bd. 19, Brill | Schöningh, Deutsch
Brill I Schoeningh
978-3-506-76005-0

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