Die Radbruch-Formel und ihre Anwendung auf NS und DDR

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 13 Punkte, Freie Universität Berlin (Institut für Rechtssoziologie und Rechtstatsachenforschung), Sprache: Deutsch, Abstract: Die nachfolgende Arbeit schließt fast direkt an den Relativismus von Hans Kelsen an. Siekann sozusagen in gewisser Weise als eine Art Antwort oder Gegenthese verstanden werden,da man bei der Anwendung der Radbruchschen Formel „aufhört, ein Rechtspositivistzu sein.“1Was die Radbruchsche Formel nun im einzelnen ist, wird im Laufe der Arbeit dargelegtwerden. An dieser Stelle soll lediglich erwähnt werden, daß es um den möglichen Konfliktzwischen Gerechtigkeit und Rechtssic herheit geht, der an einigen konkreten Beispielenverdeutlicht werden soll. Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet dabei Radbruch selbst, dadie Radbruchsche Formel erst verständlich wird, wenn man sie im Kontext seiner Rechtsphilosophie(vornehmlich seiner Rechtsidee) sowie deren Entwicklung versteht. Daherwird sowohl das Leben Radbruchs, seine rechtsphilosophische Entwicklung sowie seinBegriff von der Rechtsidee vorgestellt. Um der Forderung der vergangenen Seminarsitzungen,sich mehr auf den Autor der vorgestellten Gerechtigkeitskonzeption zu beziehen,nachzukommen, wurde, wo es sich ermöglichen lies, nur Radbruchs Gedanken vorgestellt.Dabei war es für mich nicht immer einfach den Gedanken von Radbruch zu folgen, zumalein gewisser rechtsphilosophischer Wandel Radbruchs nach dem zweiten Weltkrieg stattgefundenhat. Daher weiß ich nicht, inwieweit die Interpretation von Radbruchs Äußerungenvor dem Dritten Reich im Lichte seiner Äußerungen nach dem Dritten Reich gesehenwerden.Zum Ende dieser Einleitung möchte ich darauf hinweisen, daß ich kein Student derRechtswissenschaft bin. Was womöglich ein Grund dafür sein kann, dass die Darstellungder Anwendungsbeispiele der Radbruchschen Formel den juristischen Anforderungen undErwartungen eventuell nicht genügt. Ich bitte daher um Nachsicht.1 Alexy, Robert, Mauerschützen: zum Verhältnis von Recht, Moral und Strafbarkeit, Hamburg, 1993, S. 4.
Mai 2004, 32 Seiten, Deutsch
GRIN VERLAG
9783638277785

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