Die erstaunliche Geschichte der Psychiatrischen Familienpflege

Ein französisch-deutscher Vergleich

Die 'Psychiatrische Familienpflege', bei der Menschen mit psychischen Erkrankungen in anderen als ihren leiblichen Familien versorgt werden, hat sich in ihrer langen Geschichte als sehr wirksame Versorgungsform erwiesen. Unter dem Begriff 'Betreutes Wohnen in Familien' haben moderne gemeindepsychiatrische Träger heute passende und individuelle Strukturen jenseits von Krankenhäusern und Heimeinrichtungen etabliert. Kaum bekannt jedoch ist die beeindruckende, im deutschen Fall besonders wechselvolle Geschichte dieses Versorgungsmodells. Thomas Müller widmet sich im französisch-deutschen Vergleich den intensiven Debatten zur Art und Weise der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Aus dieser historischen Untersuchung zieht er Folgerungen für die heutige Situation und leitet Möglichkeiten für eine Renaissance der Psychiatrischen Familienpflege her.

August 2026, 388 Seiten, Forschung Psychosozial, Deutsch
Psychosozial Verlag GbR
978-3-8379-3483-0

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