Die Erfindung der Tochter

Von Rebellinnen, Erbinnen und Ungewollten

Was es heißt, Tochter zu sein.

Nicht alle Frauen sind Mütter, aber alle Frauen sind Töchter. Und diese Rolle verschwindet nicht mit dem Erwachsenwerden. Sie ist das Grundmuster, an dem sich entscheidet, was 'Frausein' heißt. Dieses Buch fragt danach, wie patriarchale Ordnungen sich in Familien einschreiben, in ökonomische Abhängigkeiten und in dem, was als richtiges Leben gilt. Dabei geht es um Liebe und Anspruch, um Nähe und Schuld und um das, was man nicht ausspricht (oder: was nicht ausgesprochen wird).

Gunda Windmüller folgt Archetypen der geopferten, der rebellischen, der pflegenden, der übersehenen, der ungewollten Tochter. Sie erzählt von realen und fiktionalen Töchtern aus Mythologie, Geschichte und Gegenwart, von Iphigenie bis Britney Spears, von Mary Tudor bis zu den Erbinnen moderner Öffentlichkeit. Dabei zeigt sie auch, wie stark Tochterbilder durch patriarchale Strukturen geprägt sind, und warum die Mutter in vielen Tochtergeschichten als Leerstelle erscheint. So entsteht ein Bild, das etwas erfasst, was viele Frauen bewegt. Ein Gefühl, das die Identität vieler Frauen prägt, das oft voller Liebe ist, nicht selten aber auch schmerzhaft und widersprüchlich.

November 2026, ca. 256 Seiten, Deutsch
Rowohlt
978-3-498-00969-4

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