Seit Jahrhunderten versucht die jeweilige russische Staatsmacht, Kontrolle über das Gebiet der heutigen Ukraine auszuüben und deren eigenständige staatliche und kulturelle Entwicklung zu verhindern. Auch nach 1991 behielt Russland diesen Machtanspruch bei und wollte eine Westorientierung der Ukraine mit allen Mitteln verhindern. Der seit 2022 mit unverminderter Härte geführte russische Angriffskrieg ist daher keine Kurzschlussreaktion, sondern die logische letzte Eskalationsstufe eines langen Weges in den Krieg. Um dieses Phänomen zu verstehen, muss man hinter die tagespolitische Kulisse blicken und alle relevanten Faktoren miteinbeziehen. Der Band erschließt die bewegte, im Grunde tragische Beziehung dieser Nachbarvölker daher durch die tiefe Verschränkung historischer, politischer, ökonomischer, kultureller und auch religiöser Ebenen. In Anbetracht der globalen Folgen des Kriegs wird der Blick außerdem in die Zukunft gerichtet, denn die Ukraine ist der Schlüssel zur europäischen Verteidigungsfähigkeit.
Kohlhammer
978-3-17-045202-2

