Coburgs südöstliche Netzwerke - Coburg's Networks in Southeastern Europe
Ende des 19. Jahrhunderts zählte das Haus Sachsen-Coburg und Gotha zu den einflussreichsten Dynastien Europas, wenngleich die Verflechtungen mit den Monarchien Südosteuropas lange unzureichend berücksichtigt wurden. Der Sammelband widmet sich umfassend diesen dynastischen Netzwerken in Bulgarien, Rumänien und der Balkanregion vom 19. bis ins 20. Jahrhundert.
Im Zentrum stehen die Etablierung der bulgarischen Monarchie durch die Coburg-Koháry, Ferdinand I. als Gestalter des modernen Bulgarien sowie Königin Marie von Rumänien als transnationale Akteurin dynastischer Machtpolitik. Darüber hinaus werden die politischen Transformationen der Region und deren erinnerungskulturelle Verarbeitung analysiert.
Die Beiträge renommierter Wissenschaftler aus Bulgarien, Österreich, der Slowakei und Deutschland zeigen, wie die Coburger durch strategische Heiratsallianzen, politische Einflussnahme und kulturelle Transferprozesse die Modernisierung Südosteuropas maßgeblich mitgestalteten.
Duncker & Humblot GmbH
978-3-428-19723-1

