Bescheidenheit als Lebensform

Grundlegung zu einer agnostischen Ethik
Wir leben in einer Zeit brüchiger Gewissheiten, in der moralische Orientierung angesichts von Pluralität, Krisen und Komplexität schwierig geworden ist. Die agnostische Ethik verzichtet auf absolute Wahrheiten und betont epistemische Bescheidenheit, Vorläufigkeit und Dialog. Sie versteht moralisches Handeln als Verantwortung im Modus des Nichtwissens – reflektiert, vorsichtig und lernfähig. Statt Gewissheit sucht sie eine Haltung der Offenheit und Demut, die den Menschen in seiner Begrenztheit ernst nimmt. Ethik wird so zur Aufgabe, Verantwortung ohne Allmachtsanspruch zu übernehmen und Orientierung zu finden, ohne letzte Sicherheiten zu beanspruchen. In dieser Unsicherheit liegt die Chance zu wahrer ethischer Reife.
Februar 2026, 195 Seiten, Fermenta philosophica, Deutsch
Karl Alber
978-3-495-98899-2

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