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'Wort, Schrift und Tat' - Das Verhältnis von Schreiben und Politik in der Boheme

Zur Lyrik von Erich Mühsam, Margarete Beutler und Oskar Maria Graf

Antibürgerlichkeit, kulturelle Opposition, anarchistische Ideale: Die Boheme zu Beginn des 20. Jahrhunderts lässt sich als politisch geprägte Subkultur der literarischen Moderne verstehen. In ihrer Dissertation untersucht Laura Mokrohs anhand der drei exem­plarischen Autor:innen Erich Mühsam, Margarete Beutler und Oskar Maria Graf das enge Verhältnis von Literatur und Politik in diesem Milieu. Ihre Analyse, die teilweise auf bislang unveröffentlichtem Nachlassmaterial beruht, rekonstruiert, wie sich literarische und politische Entwicklungen bei den drei Autor:innen gegenseitig beeinflussen. Im Fokus steht die gemeinsame Bildsprache ihrer Lyrik, in der Entwürfe von gesellschaftlicher Veränderung Gestalt annehmen. Es entsteht ein differenziertes Verständnis der Boheme als politisch-literarischer Raum, in dem Poetik und politische Subjektwerdung verknüpft sind. Zugleich wird mit Margarete Beutler eine bislang kaum erforschte Autorin neu sichtbar gemacht. In 'bavaria. Münchner Schriften zur Buch- und Literaturgeschichte.­ Kleine Reihe' erscheinen Arbeiten zur Literatur in Bayern, die am Institut für Deutsche Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität ­München entstanden sind. Waldemar Fromm ist Leiter der ­Arbeitsstelle für Literatur in München¿/Bayern, Christine Haug leitet die Studiengänge­ Buchwissenschaft.

März 2026, 220 Seiten, Deutsch
Buch & media
978-3-96233-545-8

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