Werner Liebmann: Gesamtwerk bis 2025

Auf Liebmanns großen Leinwänden sieht man, aus dem Magma der Farben auftauchende Erinnerungsfetzen, Symbole, Metaphern¿... Unter den ostdeutschen Malern ist Werner Liebmann einer der wenigen Künstler, dem nach der Friedlichen Revolution und der deutschen Wiedervereinigung ein eigener Weg in den gesamtdeutschen Kunstbetrieb gelang, ohne sich dabei seine Wurzeln abzuschneiden. Als Malereiprofessor vermittelte er zwischen 1993 und 2017 mit Verve seine Erfahrungen an junge Kunstschaffende - zunächst an der Hochschule für bildende Künste Dresden und danach lange Jahre an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Damit ist Werner Liebmann, der heute in Berlin lebt, der einzige Künstler, der an allen vier ostdeutschen Kunsthochschulen studierte (u.¿a. bei Bernhard Heisig) und/oder lehrte, was ihn auch erfahrungsgeschichtlich in eine besondere Position brachte, deren Fokus auf der halleschen, der ostdeutschen und den Transformationsprozessen einer noch ungeschriebenen gesamtdeutschen Kunstgeschichte liegt. (Paul Kaiser)

März 2026, 156 Seiten, Englisch/Deutsch
MMKoehn Verlag
978-3-910640-11-5

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