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Vom Apfel zum Stamm: Grenzen und Möglichkeiten der forensischen Genealogie

Eine kriminalwissenschaftliche Grundlegung mit kriminalistischem Schwerpunkt

Obwohl die DNA-Analyse seit der Entdeckung des genetischen Fingerabdrucks große Fortschritte gemacht hat, bleiben immer noch etwa zwei Drittel aller Spuren in der DNA-Analyse-Datei, der nationalen DNA-Datenbank, ohne Treffer. Diese erhebliche Menge nicht zuordenbarer Spuren lässt eine wissenschaftlich-forensische sowie auch aus Sicht der Opfer schwerwiegender Straftaten eine evidente kriminalwissenschaftliche Lücke erkennen. Seit 2017 wird daher über neue Ansätze wie die forensische Genealogie diskutiert. Diese Methode kombiniert die klassische DNA-Analyse mit genealogischen Verfahren und kann beispielsweise dabei helfen, unbekannte Tote zu identifizieren oder ungelöste Fälle aufzuklären. Hierzu wird das fragliche DNA-Material mit Daten aus genealogischen DNA-Datenbanken abgeglichen, die keinen primär strafprozessualen Zweck verfolgen. Der Einsatz genetischer Daten aus solchen Datenbanken eröffnet neue Ermittlungsansätze, wirft jedoch auch Fragen auf: Welche gesetzlichen Regelungen gelten für die forensische Genealogie in Deutschland? Ist ihre Anwendung ethisch vertretbar? Wie steht es um den Datenschutz? Gibt es in Deutschland überhaupt genügend verfügbare genetische Datensätze, um diese Methode erfolgreich anzuwenden?

Die Autorin
Eva Wenzel ist als Ingenieurin im Bundeskriminalamt tätig. Ihre Masterarbeit erstellte sie im Rahmen des berufsbegleitenden Masters Kriminologie, Kriminalistik und Polizeiwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, welchen sie mit Bestnote abschloss.

August 2025, ca. 110 Seiten, BestMasters, Deutsch
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-49272-4

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