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Opium des Volkes?

Frömmigkeit - Rationalismus - Konfessionsprofile - Religionskritik. Religiöse Vielfalt in der Pfalz und ihren Nachbargebieten zwischen 1789 und 1918
Herausgegeben von:
Wien, Ulrich

Die internationale Forschungstagung hat 2024 Desiderate aufgegriffen und im allgemeinhistorischen Kontext die als politisches Kunstgebilde "Pfalz" sich stabilisierende Region untersucht. Zwischen der Französischen Revolution und dem Ende des Deutschen Kaiserreiches hat diese Region im bayerischen bzw. binnendeutschen Kontext keinen Sonderweg eingeschlagen. Sie partizipierte gesellschaftlich und ökonomisch, aber auch in religiöser Hinsicht an der bisweilen paradox anmutenden Vielfalt. Aufklärung, Rationalismus und Religionskritik brachten Dissonanzen und setzten die traditionelle und traditionsorientierte, aber auch die sich modernisierende Kirchlichkeit unter Druck. Das Judentum war von den allgemeinen Entwicklungen und Transformationsprozessen ebenfalls betroffen, aber auch von Assimilationsdruck und Antisemitismus herausgefordert. Religiöse Diversität und Dissidenz entwickelten sich weiter. In den Großkirchen und davon unabhängigen Gemeinschaften kam es zu spirituellen Aufbrüchen, zu Reaktionen auf die Moderne und zum Aufbau von sozialdiakonischen Strukturen. Auch das Bestattungswesen und die Friedhofsgestaltung transformierten sich. In diesen Prozessen sind die Dynamiken alle angelegt und ansatzweise zur Entfaltung gebracht worden, die das Heute prägen. Wer die Entwicklungen bis zur Gegenwart verstehen will, wird hier kompetent informiert.

Januar 2026, 320 Seiten, Forschungen zur Pfälzischen Landesgeschichte, Bd. 4, Deutsch
Regionalkultur Verlag Gmb
978-3-95505-564-6

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