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Nachts ist es leise in Teheran

Roman | Nominiert für den International Booker Prize 2026

Vier Stimmen. Vier Jahrzehnte. Eine Familie zwischen Teheran und Deutschland.

Shida Bazyar gelingt mit 'Nachts ist es leise in Teheran' ein dichtes, zartes und mitreißendes Familienmosaik - ein bewegender Generationenroman über Revolution, Flucht, Widerstand und den unbedingten Wunsch nach Freiheit.

1979. Behsad, ein junger kommunistischer Revolutionär, kämpft nach der Vertreibung des Schahs für eine neue Ordnung. Er erzählt von klandestinen Aktionen, funkenschlagender Hoffnung und davon, wie er in der literaturbesessenen Nahid die Liebe seines Lebens findet.

Zehn Jahre später in der deutschen Provinz: Behsad und Nahid sind nach der Machtübernahme der Mullahs mit ihren Kindern geflohen. Stunde um Stunde verbringen sie vor dem Radio und hoffen auf Neuigkeiten von den Freunden, die untertauchen mussten. Sie wollen zurückkehren, unbedingt, und suchen zugleich eine Heimat in der Fremde.

1999 reist deren Tochter Laleh gemeinsam mit ihrer Mutter nach Teheran. Zwischen 'Kafishaps', Schönheitsritualen und geflüsterten Geheimnissen lernt sie ein Land kennen, das sich nur schwer mit den Erinnerungen aus der Kindheit deckt. Ihr Bruder Mo beobachtet ein Jahrzehnt später belustigt die pseudoengagierten Demos der deutschen Studenten. Doch dann bricht die Grüne Revolution in Teheran aus und stellt seine Welt auf den Kopf.

September 2017, 288 Seiten, Deutsch
Kiepenheuer & Witsch
978-3-462-05057-8

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