MERKUR 3/2026, Jg.80

Nr. 922, Heft 03, März 2026

Im Aufmacher des Märzhefts klopft Gunnar Hindrichs kursierende Faschismustheorien auf ihre Plausibilität - auch für die Gegenwart - ab. Auch bei Patrick Eiden-Offe geht es um die Theoretisierung des Faschismus, wobei er mit Teilen der gegenwärtigen Diskussion den Begriff der "Faschisierung" bevorzugt. Carlotta Voß fragt angesichts der massiven postliberalen, wenn nicht faschistischen Tendenzen der politischen Entwicklung weltweit, wie man erfolgreich und glaubhaft für ein liberales Menschenbild werben kann, und führt Cornel West, Helmuth Plessner und Anton Tschechow ins Feld. In einem vierten gewichtigen Text ringt Roman Widder mit der Frage nach möglichen Auswegen aus dem Krieg in Europa.Der Kritikteil fällt wegen des Gewichts der langen Texte im vorderen Teil diesmal aus. Für die Marginalien hat der Historiker Till van Rahden aus aktuellem Anlass eine kurze Geschichte der Wehrpflicht verfasst. Das ganz andere Verhältnis zu seinem Herzen, damit aber auch zum eigenen Schreiben, das Ben Lerner nach einer schweren Herz-OP hat, schildert der Autor in einem literarischen Erlebnisbericht. In einem Vorabdruck aus Leander Steinkopfs längerer Erzählung Café Amatorska ist der Ich-Erzähler zwischen polnischen Städten und Cafés unterwegs.

März 2026, 102 Seiten, MERKUR / Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, Deutsch
Klett-Cotta Literatur
978-3-608-97720-2

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