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Kommunikation an der Grenze der Konfessionen

Der Stuttgarter Una Sancta-Kreis 1940-1972

Die Mitte der 1950er Jahre einsetzende Erosion des katholischen Milieus ist eng verbunden mit dem Wandel konfessioneller Identitäten und deren kommunikativer Vermittlung. In der ökumenischen Interaktion eröffnete sich ein Diskursraum, in dem das katholische Selbst- und Konfessionsverständnis neu ausgehandelt und im Umfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) dynamisiert und pluralisiert wurde.
Im Zentrum der Untersuchung steht der Stuttgarter Una Sancta-Kreis, der seit den 1940er Jahren interkonfessionelle Verständigungsarbeit leistete. In Württemberg und darüber hinaus in der Bundesrepublik galt er als weithin anerkannte Stimme im ökumenischen Gespräch. Die Studie analysiert erstmals die Wege konfessioneller Annäherung, welche die katholischen Akteure um den Stuttgarter Pfarrer Hermann Breucha früh beschritten. Sie nimmt aber auch die Abgrenzungen in den Blick, die sie angesichts gesellschaftlicher und innerkirchlicher Umbrüche in den 1960er Jahren vollzogen.

März 2026, 599 Seiten, Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte, Reihe B: Forschungen, Bd. 149, Deutsch
Brill I Schoeningh
978-3-506-79813-8

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