Künstliche Intelligenz hat sich in wenigen Jahren von einer Zukunftsvision zu einer Querschnittstechnologie entwickelt, die Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodelle sowie das Konsumverhalten – auch im Handel – tiefgreifend verändert. Sie ist nicht nur ein weiteres Digitalisierungsinstrument, sondern steht für einen Paradigmenwechsel: Entscheidungen werden zunehmend datengetrieben, Prozesse adaptiv und lernfähig, und Interaktionen zwischen Menschen und Systemen verlagern sich in hybride, teils vollautomatisierte Settings. In diesem Sinne prägt KI gleichermaßen strategische Unternehmensentscheidungen, operative Abläufe und das Erleben von Kundinnen und Kunden im Alltag. Für Unternehmen entsteht damit eine doppelte Herausforderung: Sie müssen KI-Kompetenz aufbauen und zugleich verantwortliche Einsatzgrenzen definieren, etwa im Hinblick auf Transparenz, Datenschutz und Fairness.
Praktikerinnen und Praktiker benötigen Orientierung, in welchen Einsatzfeldern KI tatsächlich Wert schafft, welche organisationalen und kulturellen Voraussetzungen notwendig sind und wo Risiken oder Akzeptanzgrenzen liegen. Die Forschung steht vor der Aufgabe, Wirkmechanismen, Erfolgsfaktoren und Implikationen des KI-Einsatzes empirisch zu erfassen und normative Leitlinien zu entwickeln. Die Autorinnen und Autoren dieses Buches tragen dazu bei, indem sie die Relevanz von KI im Handel aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten – von grundlegenden Funktionsfragen des Handels über arbeits- und organisationsbezogene Aspekte bis hin zu konkreten, kundennahen Anwendungsfällen. Das Werk richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker, Studierende sowie Forschende, die den Wandel nicht nur beobachten, sondern aktiv gestalten wollen.
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
978-3-658-51838-7

