Images of Industry

Representations of Work in Iranian Photography, 1873-1938

Die Einführung der in Europa entwickelten Fotografie führte im Iran rasch zur Entstehung einer eigenständigen fotografischen Kultur. Jonas Wenger untersucht anhand des Bildmotivs "Arbeit", inwiefern lokale Fotograf*innen bei der Aneignung der Technik bestehende orientalistische Bildstereotypen aktualisierten und welche bildrhetorischen Funktionen bestimmte visuelle Konventionen für den inneriranischen Diskurs über gesellschaftliche Entwicklung, Modernität und nationale Unabhängigkeit hatten. Über einen Zeitraum von siebzig Jahren hinweg zeigt er, dass sich in der Repräsentation von Arbeit europäisch-imperialistische Ansprüche mit iranischen Nationalisierungsbestrebungen überkreuzen und der europäische Blick auf den Iran auf den spannungeladenen Blick der iranischen Metropole auf die iranische Peripherie trifft.

Dezember 2025, 304 Seiten, Studies in Theory and History of Photography, Bd. 13, Englisch
Walter de Gruyter
978-3-68924-157-5

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