Homers Kalypso und die Nabelspirale der Großen Göttin von Malta
Das Mysterium der urweiblichen Schöpfungskraft
Über die Rolle des Weiblichen in der Kulturgeschichte der Menschheit wurde schon viel geschrieben und diskutiert. Doch was ist denn eigentlich das Geheimnis des ursprünglichen, schon vor sehr langer Zeit weitgehend verlorenen und heute noch immer nur ganz teilweise wiedererlangten Urweiblichen? Sicher kann dieses nämlich niemals nur eine einfach weiblich umbenannte Kopie des heute nach wie vor dominierenden, männlich beherrschenden patriarchalischen Denkens sein! Goethe, der große Verehrer weiblicher Liebeskraft, hat das Wesen der femininen schöpferischen Urkraft in den Schlussversen seines Hauptwerkes "Faust II" aus künstlerisch-intuitiver Sicht sehr schön, aber noch immer reichlich rätselhaft angedeutet:
Das Unbeschreibliche, Hier ist's getan; das Ewig-Weibliche Zieht uns hinan.
Ein heute schon recht breit erarbeitetes archäologisches und kulturgeschichtliches Material, dem wir in der vorliegenden Arbeit etwas nachspüren wollen, gibt uns die Möglichkeit, dem Mysterium der urweiblichen Schöpfungskraft auch auf wissenschaftlicher Ebene wieder etwas näher zu kommen.
Eine Schlüsselfunktion nimmt hierbei das längst untergegangene jungsteinzeitliche, wie ein Nabel fast genau im Zentrum des Mittelmeeres gelegene Inselreich von Malta mit seiner seit Urzeiten friedlichen, liebesbetonten und damit auch ausgesprochen frauzentriert-matrifokalen Kultur ein, welche ganz von der Spirale geprägt war. Eine sich über viele spannende Jahrhunderte hinweg erstreckende Zeitreise dorthin lohnt sich!
Weidmannsche Hildesheim
978-3-615-00493-9

