Hirntod vor Gericht

KI als juristische Orientierungshilfe?

Der Hirntod ist ein Nebenprodukt der künstlichen Beatmung, die in den 1950er Jahren Einzug in die Medizin fand und die seither zahlreichen Menschen das Leben gerettet hat. Der Hirntod ist ein unsichtbarer Tod, denn ein Hirntoter unterscheidet sich äußerlich nicht von einem Komapatienten. Das verunsichert viele Menschen, vor allem medizinische Laien. Nur die Hirntoddiagnostik legt den Unterschied offen. Wenn sich Hirntote noch bewegen, gewinnt man den Eindruck, dass sie noch leben. Dies kann dazu führen, dass man den festgestellten Hirntod nicht als den Tod des Menschen akzeptiert, und die Fortsetzung der intensiv-medizinischen Behandlung gerichtlich einfordert. Richter stehen diesen Forderungen zuweilen rat- und hilflos gegenüber. Sie wollen einerseits die Anliegen der Angehörigen berücksichtigen, andererseits auch den Gesetzen und Vorschriften Folge leisten. Kann künstliche Intelligenz (KI) hierzu eine Orientierungshilfe sein? Das Buch geht dieser Frage nach.

April 2026, ca. 216 Seiten, Deutsch
BoD - Books on Demand
978-3-6957-1248-9

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