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Zeugnisse des Okkulten

Literatur und Esoterik im Wiener Fin de Siècle

Die vorliegende Studie widmet sich den Wechselwirkungen zwischen Literatur und Okkultismus in Wien um 1900. Sie nimmt dafür erstmals ein umfangreiches und disparates Textkorpus in den Blick und fragt, wie sich die philologische Arbeit zu einem Weltbild verhält, in dem nichts zufällig und alles bedeutsam ist. Das okkulte Wissen bewegt sich im Bereich der "Grenzwissenschaft": Es drängt in autorisierte Gebiete und betreibt eine Verschiebung der konventionellen Grenzen für Wissenschaft, Gesellschaft, Politik und Kunst. Kurzum, es betrifft um 1900 das Selbstverständnis eines modernen, fortschrittlichen Lebens. Die Literatur ist hierbei nur eine künstlerische Ausdrucksform unter vielen, in denen Grenzen ausgelotet und verschoben werden. Das Herzstück dieser Studie bilden neun Themenkomplexe, die das Okkulte in seinen alltäglichen Erscheinungsweisen anhand unterschiedlicher literarischer und nicht-literarischer Texte greifbar machen.

mars 2025, 552 pages, Brill Österreich Ges.m.b.H., Bd. Band 039, Literaturgeschichte in Studien und Quellen, Allemand
Boehlau Verlag
978-3-205-22130-2

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