Die Tollwut bei Hunden
Die Tollwut ist eine Krankheit, die die Ungerechtigkeit im Gesundheitswesen verkörpert: Sie ist vollständig vermeidbar, tötet aber immer noch. Weltweit sterben jedes Jahr mehr als 59.000 Menschen daran, die meisten von ihnen Kinder. In der Zentralafrikanischen Republik bleibt die Tollwut eine stille Bedrohung, die oft zu einer vernachlässigten Krankheit degradiert wird.Jeder Todesfall ist eine vermeidbare Tragödie. Jeder Biss ist eine Warnung. Dennoch hält sich die Tollwut hartnäckig, weil Hunde, die Hauptüberträger, nicht in großem Umfang geimpft werden. Postexpositionelle Impfstoffe sind nicht überall verfügbar, vor allem nicht in ländlichen Gebieten. Den Gemeinden mangelt es an Informationen über einfache Maßnahmen nach einem Biss. In der Gesundheitspolitik ist Tollwut noch nicht als nationale Priorität verankert. Die regionale Zusammenarbeit ist nach wie vor unzureichend, obwohl die Krankheit keine Grenzen kennt.Diese Herausforderungen sind nicht unüberwindbar. Sie sind Ausdruck einer historischen Vernachlässigung, aber auch die Chance auf einen kollektiven Sieg, wenn wir uns zum Handeln entschließen.
Verlag Unser Wissen
978-620-9-50849-3

