Finanzielle Eingliederung in der Praxis
Weltweit sind nach wie vor rund 2,5 Milliarden Menschen finanziell ausgeschlossen, wobei die Belastung in Afrika südlich der Sahara und Uganda am höchsten ist, wo viele keinen Zugang zu formellen Bankgeschäften haben. Finanzielle Inklusion bedeutet einen erschwinglichen, sicheren und gleichberechtigten Zugang zu verschiedenen Finanzdienstleistungen. Aufgrund schwacher Infrastruktur, geringer Alphabetisierung und institutioneller Herausforderungen bestehen jedoch weiterhin Lücken. Es gibt Belege dafür, dass politische Interventionen wie Regulierungsreformen, die Entwicklung der Finanzinfrastruktur und KMU-orientierte Unterstützung eine entscheidende Rolle bei der Erweiterung des Zugangs spielen. Gleichzeitig haben Finanzinnovationen, insbesondere mobiles Geld, die Leistungserbringung verändert, indem sie Erschwinglichkeit und Reichweite verbessert haben. Während Länder wie Argentinien und Bangladesch zeigen, wie Politik und Innovation die Inklusion verbessern können, steht Afrika immer noch vor strukturellen Hindernissen. In Uganda hat die schnelle Einführung von mobilem Geld zu einem Anstieg der Kontoinhaberschaft geführt, aber der Zugang allein garantiert keine sinnvolle Inklusion. In diesem Buch wird untersucht, wie politische Rahmenbedingungen und Finanzinnovationen zusammenwirken, um die finanzielle Inklusion von KMU zu gestalten.
Verlag Unser Wissen
978-620-9-98053-4


