Festschrift für Friedemann Spicker zum 80. Geburtstag
Spicker ist nicht nur Literaturwissenschaftler, sondern auch Aphoristiker, was mit der Auswahl seiner Aphorismen im nächs-ten Kapitel unter Beweis gestellt wird. Diese Notate und Kür-zestkommentare sind ein kleiner Auszug aus seinen Reflexions-tagebüchern, die er seit 1965 schreibt. Die vorgenommene Zu-sammenstellung bezieht sich auf die beiden Bücher "Minimal-offensiv - Aufzeichnungen 1986-2011" (Brockmeyer Verlag, Bochum 2013) und "Die Meldungen im Einzelnen - Aphoris-men und Notate 2012-2022" (Königshausen & Neumann, Würz-burg 2022). Mit diesen Kürzesttexten möchte der Herausgeber anlässlich des 80. Geburtstags seines DAphA-Kollegen nach-drücklich belegen, dass Spicker nicht nur als Aphorismen-Wissenschaftler Anerkennung genießt, sondern auch als pro-duktiver und versierter Aphorismen-Verfasser gelten darf. Sein Ruf als Experte auf dem Gebiet der kurzen Gattung hat sich spätestens seit 2004 gefestigt, namentlich mit seinem schwergewichtigen Werk "Der deutsche Aphorismus im 20. Jahrhundert - Spiel, Bild, Erkenntnis" (Max Niemeyer, Tübingen 2004). Es ist das Ergebnis langjähriger Vorarbeiten seit Mitte der 1970er Jahre. Vorausgegangen sind die beiden Publikationen "Begriff und Gattung von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis 1912" (de Gruyter, Berlin 1997) und "Studien zum deutschen Aphorismus im 20. Jahrhundert" (Max Niemeyer, Tübingen 2000). Zuvor erschienen auch Aufsätze in Fachzeitschriften u.a. über "Der Aphorismus im Exil" (2002) und "Herzdenken. Zu ei-nem konstitutiven Leitmotiv in der deutschen Aphoristik des 20. Jahrhunderts" (2003). In den Lichtenberg-Jahrbüchern 1997, 1998 und 2001 hat er sich speziell mit Lichtenberg und der Ge-schichte des Gattungsbegriffs auseinandergesetzt: "Vom Sudel-buch zum Aphorismus". Seit 2007 ist Friedemann Spicker auch Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Lichtenberg-Gesellschaft und Mitherausgeber des Lichtenberg-Jahrbuches.
Edition Virgines
978-3-910246-48-5

