Die Systematik des § 823 I BGB im Deliktsrecht

Zugleich ein Beitrag zu den Verkehrspflichten

Ziel dieser Arbeit ist es, eine widerspruchsfreie und schlüssige Struktur der Grundnorm des deutschen Deliktsrechts herauszuarbeiten. Ausgangspunkt ist eine Betrachtung von Sinn und Zweck dieses Rechtsinstitutes. Hierauf aufbauend wird unter Anwendung der klassischen civilistischen Methodik des 19. und 20. Jahrhunderts, also dogmatischer und systematischer Mittel, eine moderne Struktur der deliktischen Haftungsbegründung entwickelt.
Das überraschende Ergebnis ist nicht nur eine Abkehr vom bisher praktizierten Prüfungsschema, sondern auch die Entwicklung eines eigenständigen zivilistischen Verschuldensbegriffes, die Trennung von Schuld und Verschulden und in der Folge eine Aufwertung der Schuldprüfung. Die Überlegungen zur Rechtswidrigkeit führen zu einem Erklärungsansatz, der Verkehrspflichten und Garantenstellungen als dem Deliktsrecht immanentes, variables Pflichtensystem begreift.

Mai 2001, ca. 338 Seiten, Salzburger Studien zum Europäischen Privatrecht, Bd. 10, Deutsch
Peter Lang
978-3-631-37192-3

Weitere Titel der Reihe: Salzburger Studien zum Europäischen Privatrecht

Alle anzeigen

Weitere Titel zum Thema