Die Seele denken

Wandlungen eines Begriffs in der griechischen Antike

In einer Zeit, in der das Wissen um die Seele weithin geschwunden ist, unternimmt das Buch Die Seele denken eine Rückkehr zu einem originären Verständnis des Seins. Es zeichnet die Entfaltung des Seelenbegriffs von den Urbildern Homers bis zu den die Epoche antikenDenkens abschließenden Auffassungen von Proklos nach. Damit führt es die Leserin und den Leser in die geistige Ordnung der Antike ein und lässt die Seele als das wahre Wesen des Menschen erscheinen: als ein Prinzip, das Bewegung, Leben, Erkenntnis und Freiheit erst ermöglicht. Mit sprachlicher Kraft und gedanklicher Klarheit führt diese Studie durch das feine Gewebe antiker Texte. Mit ihrer interpretierenden Erschließung der griechischen Quellen zeigt sie, dass die Seele nicht bloß ein Kapitel der Geistesgeschichte ist, sondern als vermittelndes Band hervortritt, als ein Zwischen, in dem sich Sinnliches und Denkbares, Körperliches und Geistiges, Endliches und Ewiges, Irdisches und Göttliches begegnen: als eine für die Selbsterkenntnis entscheidende ursprüngliche Wahrheit.

März 2026, 137 Seiten, libri virides, Bd. 50, Deutsch
Bautz, Traugott
978-3-68911-053-6

Weitere Titel der Reihe: libri virides

Alle anzeigen

Weitere Titel zum Thema