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Die Geschichte der Leipziger Meuten

Jugend im Nationalsozialismus

Chronik einer Widerstandsbewegung

Während der Zeit des Nationalsozialismus gab es überall in Deutschland oppositionelle Jugendgruppen. Leipzig war eines der Zentren. Bis zu 1.500 Jugendliche und junge Erwachsene trafen sich ab Mitte der 1930er Jahre im Stadtgebiet in Cliquen jenseits der Hitler­jugend und lehnten sich gegen das NS-Regime auf.
Zu den Meuten wechselten auch HJ-Mitglieder, da ihnen das zwanglose Jugendleben attraktiver erschien als Drill und Gehorsam. Die Mädchen und Jungen verbrachten ihre Freizeit selbstbestimmt miteinander oder trafen sich in ihren Stadtteilen auf der Straße zum Austausch. Und man wurde gegen die HJ aktiv: mit Streuzetteln und Schlägereien. In kleineren ­Runden hörte man verbotene Radiosender und diskutierte über ein Deutschland ohne die National­sozialisten.

Gestapo und Justiz verfolgten die Meuten, es kam zu Prozessen vor dem Volksgerichtshof wegen 'Vorbereitung zum Hochverrat', nicht wenige Meutenmitglieder wurden in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt.

'Die Geschichte der Leipziger Meuten' ist ein eindrucksvolles und umfassendes Zeugnis über jugendliches Aufbegehren und den Kampf um Freiräume in der Zeit einer furchtbaren Diktatur. Ein Buch über Jugendkulturen, Nonkonformität, Opposition und Widerstand.

März 2026, 272 Seiten, Deutsch
Ventil Verlag UG
978-3-95575-255-2

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