Das Burgenland als rechtlicher Zwischenraum
Mit der Eingliederung Deutsch-Westungarns als Burgenland in die Republik Österreich im Jahr 1921 entstand ein einzigartiger rechtlicher Übergangsraum. Über Jahre hinweg galt in der neuen österreichischen Region weiterhin ungarisches Recht, während zugleich eine schrittweise Angleichung an die österreichische Rechtsordnung erfolgte. Der Band 'Das Burgenland beleuchtet diese außergewöhnliche Konstellation aus unterschiedlichen Perspektiven der Rechts- und Zeitgeschichte. Die Beiträge untersuchen unter anderem die internationalen Friedensverträge nach dem Ersten Weltkrieg, die politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen um die Zugehörigkeit Westungarns sowie die praktischen Herausforderungen der Rechtsübernahme und der erstrebten Rechtsangleichung. Auf der Grundlage aktueller Forschungsergebnisse und bislang wenig erschlossener Quellen entsteht ein facettenreiches Bild einer Region zwischen zwei Rechtsordnungen und politischen Systemen.
Duncker & Humblot GmbH
978-3-428-19600-5

