"Alle Sprache ist am Ende Grusellyrik", schreibt Rudolf Stueger in seinem experimentellen "alphabetischen Gemälde", wo alles gleichzeitig geschieht: Der Autor hat die einzelnen Sätze dreier unterschiedlicher Erzählungen miteinander verwebt, unter Einhaltung gewisser Zusatzregeln alphabetisch geordnet und nach wiederum anderen Regeln mechanisch gekürzt und aneinander angeglichen. Das Ergebnis ist ein Roman, dessen Handlung man nicht chronologisch erfährt, sondern nach und nach detektivisch zusammensetzen muss. Es ist eine liebevolle Parodie unserer Zeit, eine Antwort auf KI-generierte Rhetorik und die fragmentarische Schnelllebigkeit sogenannter sozialer Medien.
März 2026, 143 Seiten, Deutsch
Ketos
978-3-903124-38-7
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